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Mediation

Von Haus aus gemeinsam gelöst...

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Was war, war
Was ist, ist
Was wird, können wir gestalten

Seit einer Reihe von Jahren hat sich die Mediation als Möglichkeit außergerichtlicher Konfliktbeilegung auch in Österreich verbreitet und sich dabei neben den klassischen Bereichen Familienmediation und Täter-Opfer-Ausgleich auch neue Betätigungsfelder wie Wirtschafts- oder Umweltmediation und die Schulmediation erschlossen.

Dabei hat sich als Erfahrungswert gezeigt, dass sie nicht in allen Fällen der geeignete Weg ist, aber bei einer Reihe von Aufgabenstellungen wesentlich schnellere, bessere, billigere und nachhaltigere Ergebnisse zustandebringt. Von daher liegt es an sich nahe, diese Methode auf ihre Brauchbarkeit gerade auch im Bereich des Wohnungswesens zu überprüfen, weil ihr zentrales Anwendungskriterium das Weiterbestehen von Bindungen und Verbindungen auch nach dem Konflikt ist.

Mediation ist in ihrer Struktur eine Art Hilfe zur Selbsthilfe. Ausgehend von dem Ansatz, dass die streitenden Parteien häufig im Prinzip in der Lage wären, ihre Probleme selbst zu lösen, aber den Weg zu dieser Lösung nicht finden, stellt der Mediator seine Persönlichkeit und sein Know-how zur Verfügung, um in diesem Prozess der Lösungsfindung zu vermitteln. Der zentrale Ansatz geht davon aus dass in vielen Konfliktfällen ein wesentlich breiteres Spektrum an Lösungsvarianten zur Verfügung steht, die für alle Beteiligten zufriedenstellende Ergebnisse beinhalten, als sie sich vorstellen können. An die Stelle des Sieger/Verlierer-Endes mit seinem Scheinfrieden soll eine von allen getragene echte Friedenslösung treten.
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Die besonderen Vorteile der Mediation sind auf Grund ihrer Vorgehensweise:

Die Verhandlungsparteien sind selbstverantwortlich und können die Verpflichtung, Lösungen zu finden, nicht auf den Richter abschieben. Daraus erwachsen Ergebnisse, die wirklich von den Beteiligten getragen werden und damit eine nachhaltige Befriedung innerhalb der Gemeinschaft (z. B. bei Streitigkeiten unter Nachbarn im Haus, also bei Störungen im Zusammenleben)

Das Verfahren ist relativ frei von Formalismen und bietet sehr gute Möglichkeiten, an die jeweilige Aufgabenstellung direkt und umfassend heranzugehen. Missverständnisse, die mit juristischen Schriftsätzen häufig verbunden sind, werden vermieden.

Die Lösungen können sehr schnell gefunden werden, weil sie vom Geschäftsbetrieb der Gerichte unabhängig sind. Der erhebliche Arbeitsaufwand für längere Schreiben, Schriftsätze und die Befassung mit juristischen Auseinandersetzungen entfällt.

In die Verhandlungen und Gespräche können alle Aspekte einbezogen werden, die für die Beteiligten von Bedeutung sind. Der Diskussionsstoff ist also nicht, wie im gerichtlichen Verfahren, auf den sogenannten Streitgegenstand beschränkt. Alte, nicht wirklich bewältigte Konflikte können dabei noch einmal aufgenommen und wirklich beigelegt werden.

Mediation eignet sich insbesondere auch für Konflikte unter Gruppen von Eigentümern, für die das gerichtliche Verfahren weder vom Regelwerk noch von der Ausbildung der Richter her ausreichendes Handwerkszeug bereitstellt

Die Methode ermöglicht im vorbeugenden Ansatz in hohem Maße die Vermeidung späterer Konflikte bei komplexen Aufgabenstellungen wie größeren Sanierungen, problematischen Bauvorhaben (Mängel, Konflikt mit dem Bauträger usw.).